Chinas Präsident Xi Jinping hat 60 Milliarden Dollar an Unterstützung und Krediten für Afrika zugesagt. Fünf Milliarden Dollar davon würden als zinsfreie Kredite vergeben, 35 Milliarden zu zinsgünstigen Konditionen, sagte Xi.

Die Mittel würden in den Bau von Strassen, Häfen und Eisenbahnen fliessen sowie in Fabriken für Exportartikel, kündigte Chinas Präsident Xi Jinping am Freitag auf einem Gipfeltreffen mit mehreren afrikanischen Staatschefs in Johannesburg an.

Zehn-Punkte-Plan

Im Rahmen eines Zehn-Punkte-Plans solle vor allem in die Infrastruktur investiert werden. Zudem solle die Finanzknappheit angegangen sowie die Ausbildung von Facharbeitern gefördert werden. Auch dürfte die Zusammenarbeit bei der Extremismus-Bekämpfung gestärkt werden. China werde sich aber nicht in die politischen Entscheidungen einzelner Länder einmischen, fügte Xi hinzu.

Zudem sagte er Hilfen für die von Dürre geplagten Regionen des Kontinents zu. China werde 156 Millionen Dollar an Lebensmittelhilfen an die betroffenen Länder leisten.

Wichtiger Handelspartner

Es ist das zweite Mal seit dem Jahr 2000, dass China im Rahmen des Focac-Treffens afrikanische Staats- und Regierungschefs zusammenbringt. Seither hat der chinesische Handel mit Afrika den der traditionellen Partner Europa und USA überholt.

Mit den Hilfszusagen bekannte sich China zu seinem Engagement für den Kontinent, obwohl es zuletzt Einschnitte bei den Investitionen gegeben hatte. Angesichts des verlangsamten Wirtschaftswachstums in China in diesem Jahr hatte Peking seine Investitionen in Afrika im ersten Halbjahr 2015 um mehr als 40 Prozent reduziert.

Grosser Rohstoffhunger

Afrika ist für China nicht zuletzt wegen der immensen Rohstoffvorkommen interessant. Viele Afrikaner sehen in dem Engagement der Volksrepublik ein gesundes Gegengewicht zum Einfluss des Westens. Dieser wirft China vor, eine Handels- und Entwicklungspolitik zu verfolgen, die bei Konflikten und Menschenrechtsverletzungen wegguckt.

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(sda/mbü/hon)