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Optimistisch
China rechnet nicht mit Bruchlandung der Wirtschaft

Häusermodelle: Immobilien sind nicht der einzige Wirtschaftsmotor in China. Keystone

Die chinesische Notenbank erwartet keine harte Landung der eigenen Wirtschaft. Zwar sei der Immobilienmarkt das grösste Risiko. Doch andere boomende Sektoren würden die Konjunktur stützen.

Veröffentlicht am 11.10.2014

Die chinesische Notenbank sieht keine Gefahr einer harten Landung der Volkswirtschaft Chinas. Der Chefökonom der Zentralbank, Ma Jun, räumte am Rande des Herbsttreffens von Weltbank und IWF am Samstag in Washington ein, der Immobiliensektor berge das grösste Risiko für die Konjunktur des Landes in sich. Er umfasst rund 20 Prozent der gesamten Investitionen.

Die Immobilienbranche sei aber nicht der einzige Wachstumsmotor, sagte Ma. «Der Dienstleistungssektor allgemein, das Internet im Besonderen und die Gesundheitsbranche wachsen sehr schnell», erklärte er. «Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit einer harten Landung ist sehr gering.»

«Ein grosses Förderprogramm ist nicht nötig»

Bei seinem Deutschlandbesuch in der vergangenen Woche sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang, er gehe von einen Wachstum im mittleren bis hohen Tempo in seinem Land aus. In diesem Jahr werde es bei 7,5 Prozent liegen.

Einen Anlass für staatliche Konjunkturhilfen in grösserem Umfang sieht die chinesische Regierung nicht. «Ein grosses Förderprogramm ist nicht nötig», sagte der stellvertretende Finanzminister Zhu Guangyao am Freitag in Washington. Dies gelte für den Immobilienmarkt ebenso wie für die Wirtschaft insgesamt.

Die Wohnungspreise in China fielen im August im vierten Monat in Folge. Gleichzeitig wurden weniger neue Häuser gebaut. Das belastet die chinesische Wirtschaft zunehmend. 

(reuters/dbe)

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