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Edelmetall
China schürft mehr Gold in Tadschikistan

Goldbarren: Auch in Tadschikistan wird nach dem Edelmetall geschürft. Flickr/CC/Philip Taylor

China stillt seinen Rohstoffhunger zunehmend in den Nachbarländern. Im Fokus hat die Volksrepublik auch Tadschikistan - dort engagiert sich China bei einer neuen Goldmine.

Veröffentlicht am 06.06.2016

Eine von China finanzierte Goldmine im zentralasiatischen Tadschikistan hat das erste Edelmetall produziert. Im staatlichen Fernsehen war am Montag zu sehen, wie der tadschikische Präsident Emomali Rachmon zwei Goldbarren in den Händen hielt. Er sagte, in die Mine seien bislang 256 Millionen Dollar investiert worden. Für das Projekt südlich der Hauptstadt Duschanbe hatten China und Tadschikistan das Gemeinschaftsunternehmen Pokrud gegründet. Die Mine soll zunächst 1,3 Tonnen Gold pro Jahr abwerfen und später zwei Tonnen pro Jahr, wie das staatliche tadschikische Fernsehen berichtete.

Es handelt sich um eine von vielen chinesischen Investitionen im Tadschikistan. So betreibt etwa das Unternehmen Zijin Mining eine Mine im Norden des Landes, die bald fünf Tonnen Gold pro Jahr produzieren soll. Tadschikistan, ein sehr armes Land mit mehr als acht Millionen Einwohnern, wendet sich mehr und mehr an den Nachbarstaat, um seine Wirtschaft zu stützen. Das Land hängt stark von dem Geld ab, dass seine in Russland arbeitenden Bürger – mehr als eine Million Menschen – in die Heimat überweisen. Wegen der russischen Wirtschaftskrise sind diese Zahlungen stark zusammengeschrumpft.

(sda/mbü/ama)

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