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Vorschriften
China setzt der Einkaufstour seiner Konzerne Grenzen

Verbotene Stadt in Peking: Die Regierung macht der Wirtschaft Vorgaben. Keystone

Chinesische Konzerne dürfen nicht länger wahllos ausländische Konzerne übernehmen. Die Regierung schreibt den Unternehmen nun vor, wie sie investieren sollen - gewisse Investitionen sind nun tabu.

Veröffentlicht am 18.08.2017

Die Führung in Peking schränkt die Einkaufstour chinesischer Investoren im Ausland ein. Das Kabinett gab am Freitag Richtlinien heraus, an die sich die Firmen zu halten haben. Insbesondere bei Investitionen in Immobilien, die Filmindustrie und ausländische Sportclubs zieht der Staat nun Grenzen ein. Grosse Konzerne aus China sind seit Jahren auf Einkaufstour im Ausland. Firmen, die gegen Vorschriften verstossen, drohen auf einer Schwarzen Liste der Regierung zu landen.

Diese will mit ihren Richtlinien dafür sorgen, die Investitionen in die von ihr gewünschte Bahn zu lenken. Firmen werden ermutigt, Geld in den Bergbau sowie in Öl- und Gasprojekte im Ausland zu stecken. Denn viele Firmen folgen nicht den Vorgaben des Fünfjahresplans, der Investitionen in High-Tech vorsieht – wie etwa den deutschen Maschinenbau.

Investitionen in Fussballclubs

Auch Filmstudios und Fussballclubs stehen auf dem Einkaufszettel chinesischer Investoren.  Im vergangenen Jahr haben sie allein für umgerechnet 187 Milliarden Euro Unternehmen ausserhalb der Volksrepublik gekauft. Das hat die staatlichen Regulierer auf den Plan gerufen. Bereits im Juni wiesen sie Banken an, ihre milliardenschweren Kredite an Firmen zu überprüfen – darunter auch Deutsche-Bank-Grossaktionär und Gategroup-Besitzer HNA.

(sda/mbü/jfr)

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