China und Südkorea schlagen Alarm wegen des niedrigen japanischen Yens und sorgen sich um ihre Exporteure. Beide Länder äusserten am Montag Sorge darüber, dass der asiatische Konkurrent aufgrund seiner Landeswährung auf den globalen Absatzmärkten an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt.

«Japan wird darauf abzielen, die Wirtschaft durch die Abwertung des Yen dank brummender Exporteure weiter wachsen zu lassen», sagte der Vorsitzende von Chinas Kommission zur nationalen Entwicklung und Reformen, Xu Shaoshi, am Montag bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Finanzminister in Seoul. «Dies ist eine Politik, die Südkorea und China betrifft und die deshalb genau beobachtet werden muss.»

Südkoreanischer Won legt zu

Der stellvertretende südkoreanische Finanzminister Eun Sung-soo sagte der Nachrichtenagentur Reuters, seine Regierung sei besorgt über den Rückgang des Yen, zumal der südkoreanische Won derzeit zulege.

Die japanische Währung fiel zum Dollar auf ein Fünf-Jahres-Tief und hat in den vergangenen 15 Monaten rund 26 Prozent an Wert verloren. In der gleichen Zeit büsste der Yen zum chinesischen Yuan und zum südkoreanischen Won jeweils sogar rund 30 Prozent ein.

(sda/chb)