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China will keine schwache Währung als Exportstütze

Hafen von Qindao: Li will keine Schwachwährung als Exportförderinstrument. Keystone

Chinas oberster Politiker spricht sich gegen einen schwachen Renminbi aus. Li Keqiang hofft auch, dass «andere, grosse Volkswirtschaften» davon absehen, die Währung künstlich zu drücken.

Veröffentlicht am 16.04.2015

Chinas Ministerpräsident hat eine Abwertung der nationalen Währung zur Ankurbelung des Exports ausgeschlossen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der «Financial Times» räumte Li Keqiang zudem ein, es werde nicht leicht, ein Wirtschaftswachstum von 7 Prozent über das Jahr zu erreichen.

«Es ist wahr, dass unsere Wirtschaft weiterhin unter einem Abwärtsdruck steht», sagte er. Eine weitere Abwertung des Yuan sei für China aber kein Weg zur Stimulierung der Wirtschaft. «Wir können uns nicht auf eine Abwertung unserer Währung stützen, um dem Exporte Schwung zu verleihen», sagte Li.

Währungskrieg vermeiden

Er hoffe zudem, dass auch andere grosse Volkswirtschaften nicht der Versuchung erlägen, sich bei der Schwächung ihrer Währungen zu übertrumpfen. Dies würde zu einem Währungskrieg führen, warnte Li.

Am Mittwoch hatte das chinesische Statistikamt mitgeteilt, dass das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März nur noch um 7,0 Prozent zulegt hatte und damit so wenig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Grund dafür waren die schwächelnden Exporte und Investitionen.

(sda/ise/ama)

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