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Notlage
China will in nächsten sechs Jahren Armut besiegen

China: Bettler sollen aus China verschwinden. Keystone

China hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, binnen sechs Jahren die Armut im Riesenreich zu besiegen. Vor allem die Landbevölkerung hat zu kämpfen.

Veröffentlicht am 12.10.2015

China will in den nächsten sechs Jahren die Armut im Land besiegen. Allen 70 Millionen Menschen, die derzeit unter der Armutsgrenze leben, soll bis dahin aus dieser Notlage herausgeholfen werden, wie ein Regierungsvertreter ankündigte.

Der kurze Zeitrahmen solle den Handlungsdruck auf die lokalen Behörden erhöhen. Denn ohne grosse Sonderinitiativen werde es sehr schwer, dieses Ziel zu erreichen, sagte Hong Tianyun, Vizechef des Bereichs Armutsbekämpfung in der Pekinger Führung.

Viele Arme auf dem Land

Trotz jahrelangen Wirtschaftsbooms leben vor allem auf dem Land noch viele Chinesen mit einem Jahreseinkommen von weniger als umgerechnet 320 Euro in Armut. Auf der Suche nach Arbeit zieht es viele in die Städte. Zurück bleiben oft Kinder und Ältere.

Ursprünglich hatte sich China zum Ziel gesetzt, die Armut bis 2020 zu eliminieren. Doch das Vorhaben geriet ins Stocken. Gelang es nach Zahlen der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua 2011 noch 43,3 Millionen Menschen aus der Armut zu führen, waren es voriges Jahr nur noch 12,3 Millionen. Die Konjunkturabkühlung schürte zudem Sorgen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich wächst und nicht genügend Arbeitsplätze in dem Milliardenvolk entstehen.

(reuters/chb)

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