Schlechte Nachrichten für Adidas, Puma und Nike: Der grösste chinesische Schuhhändler Belle International hat vor einer schwachen Entwicklung in der Volksrepublik in den kommenden beiden Jahren gewarnt. Der Ausblick sei nicht gerade optimistisch, teilte der Konzern mit seinen 20.000 Filialen am späten Montagabend mit. Belle macht knapp 40 Prozent seines Umsatzes mit Sportschuhen und -Bekleidung. 90 Prozent dieser Waren kommen von Adidas und Nike.

Eine für chinesische Verhältnisse schwache Entwicklung der Wirtschaft, scharfe Konkurrenz sowie steigende Arbeitskosten machen den Händlern dort zu schaffen. Zum Teil steigern sie ihren Absatz mit Dumping-Preisen, was aber die Gewinne drückt. Erst vor wenigen Wochen hatte sich der Massenstreik von Tausenden Arbeitern beim chinesischen Zulieferer von Adidas und Nike, Yue Yuen Industrial, verschärft.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr (per Ende Februar), das wegen einer Umstellung der Rechnungslegung 14 Monate umfasste, wies Belle am Montag einen Anstieg des Nettogewinns von einem Prozent auf umgerechnet rund 600 Millionen Euro aus. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf etwa 5,1 Milliarden Euro.

(reuters/moh/vst)

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