An der von China initiierten Entwicklungsbank für Asien (AIIB) werden sich zunächst 57 Staaten beteiligen. Dies gab Chinas Vize-Finanzminister Shi Yaobin am Mittwoch auf der Internetseite des Ministeriums bekannt.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten 37 asiatische Staaten sowie 20 von ausserhalb der Region, darunter auch die Schweiz. Vertreter der Länder sollen sich ab Ende April treffen, um sich auf die Charta der Bank zu einigen. Die Unterzeichnung sei dann bis Ende Juni geplant, sagte Shi. Von den G-7-Staaten gehören damit nur die USA, Japan und Kanada nicht zu den Gründungsmitgliedern.

US-Dominanz in Weltbank und IWF

China hatte die AIIB im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben, um mehr Geld für die Infrastruktur nach Asien zu leiten. Die Organisation wird von einigen Experten als Konkurrenz insbesondere zur Weltbank gesehen, in der die USA dominieren.

Neben Deutschland nehmen nun auch andere US-Verbündete wie Grossbritannien und Israel teil. Die Regierung in Peking hat erklärt, dass sie in der AIIB kein Veto haben wird, während die USA bei der Weltbank faktisch ein Einspruchsrecht besitzen. Kritiker werfen auch dem Internationalen Währungsfonds (IWF) eine zu grosse Nähe zu den USA vor.

(sda/gku)