Der heissgelaufene Immobilienmarkt Chinas kühlt weiter ab. Nach Regierungszahlen lagen die Preise für Neubauten im September in 69 von 70 betrachteten Städten tiefer als einen Monat zuvor. Im Jahresvergleich fielen die Preise in 58 Städten zurück, in zehn stiegen sie und in zwei Städten blieben sie unverändert. Im August waren die Hauspreise in wesentlich weniger Städten gefallen.

Seit Jahresbeginn Abwärtstrend

Der chinesische Immobilienmarkt befindet sich ungefähr seit Jahresbeginn im Abwärtstrend. Ausschlaggebend ist vor allem der grosse Angebotsüberhang: Der jahrelange Boom am Häusermarkt hat das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren befeuert, allerdings auch zahlreiche Leerstände mit sich gebracht. Beobachter rechnen nicht damit, dass die Preiskorrektur bald abgeschlossen sein wird, scharfe Preiskorrekturen werden nicht ausgeschlossen. Der Immobilienmarkt gilt als Achillesverse der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt, die ohnehin an Schwung verloren hat.

(awp/chb)