Zwei wichtige Frühindikatoren für Chinas Konjunktur geben wenig Grund für Optimismus. Der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamtes und Logistikverbandes für das herstellende Gewerbe legte nach Angaben vom Mittwoch von 49,9 im Vormonat ganz leicht auf 50,1 Punkte zu.

Der Index, der grössere und staatliche Unternehmen berücksichtigt, lag damit über der kritischen Grenze von 50. Darüber ist von Expansion auszugehen, darunter von Kontraktion.

Kleinere Unternehmen im Nachteil

Dagegen fiel der Einkaufsmanagerindex der britischen Grossbank HSBC , der stärker kleinere und private Unternehmen verfolgt, von 50,7 unter die wichtige 50er-Marke auf 49,6 Punkte. Der Indikator hatte sich zumindest gegenüber einer ersten vorläufigen Erhebung von 49,2 Punkten vor einer Woche doch noch leicht verbessert.

«Die jüngsten Daten signalisieren, dass die heimische und ausländische Nachfrage unter schwachen Marktbedingungen gedämpft bleibt, was die Produktion drückt», sagte HSBC-Ökonomin Annabel Fiddes. Die Bedingungen der produzierenden Unternehmen hätten sich im März leicht verschlechtert.

Beschäftigung rückläufig

Neue Aufträge seien erstmals seit Dezember etwas zurückgegangen. Auch die Beschäftigung sei im März rückläufig gewesen. Unternehmen verkleinerten ihre Mitarbeiterzahl so schnell wie seit vergangenen Sommer nicht mehr, sagte Fiddes.

(awp/gku/moh)

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