Die chinesische Wirtschaft gewinnt nach Prognose der Zentralbank in der zweiten Jahreshälfte an Schwung. Das Bruttoinlandprodukt könnte um sieben Prozent zulegen, erklärte Notenbankchef Zhou Xiaochuan.

«Chinas Wirtschaftswachstum hat sich in den vergangenen Jahren verlangsamt, doch in diesem Jahr hat es sich belebt», erklärte Zhou auf der Webseite der Zentralbank. In der ersten Jahreshälfte hatte es zu einem Plus von 6,9 Prozent gereicht, während die Regierung für das Gesamtjahr ein Ziel von 6,5 Prozent ausgegeben hat.

Stärkere Wachstumsdynamik

Die Regierung veröffentlicht am Donnerstag eine erste Schätzung zum Abschneiden der nach den USA zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal. Von Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Anstieg von 6,8 Prozent, im Schlussquartal sogar nur noch von 6,6 Prozent.

Bereits am Wochenende hatte Zhou jedoch gesagt, dass sich die Wachstumsdynamik wieder verstärkt habe. Besonders die privaten Konsumausgaben kurbelten derzeit die Konjunktur an.

Schwache Inflation

Helfen könnte dabei die vergleichsweise schwache Inflation, die die Kaufkraft stützt: Die Konsumentenpreise legten im September nur noch um 1,6 Prozent zum Vorjahresmonat zu, nach 1,8 Prozent im August. Exportweltmeister China gelingt es zudem, höhere Preise am Markt durchzusetzen.

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Der Produzentenpreise der Industrie zogen mit 6,9 Prozent spürbar an. Die Unternehmen sitzen auf einem riesigen Schuldenberg. Um ihn abzubauen, sind sie auf höhere Einnahmen angewiesen.

(sda/cfr/moh)