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Umbruch
Chinas Wachstum wird auf 5 Prozent fallen

Peking: Die Führung baut das Land um. Keystone

In China wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel. Für die nächsten fünf Jahre soll das Wachstum bei 6,5 Prozent liegen, danach noch tiefer.

Veröffentlicht am 31.03.2016

Experten der chinesischen Zentralbank sagen für das kommende Jahrzehnt einen weiteren Rückgang der Wachstumsraten voraus. Das Bruttoinlandprodukt in der Volksrepublik werde von 2021 bis 2025 nur noch um rund 5 Prozent jährlich zulegen, zitierte das amtliche Finanzblatt «Securities Times» am Donnerstag den Leiter des Forschungsinstituts der Zentralbank, Yao Yudong. Für die kommenden fünf Jahre werden hingegen noch rund 6,5 Prozent erwartet. Das sieht auch der jüngste Fünfjahresplan vor.

Yao zufolge hat die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt zuletzt einige positive Signale gesendet. Die Regierung müsse aber Reformen vorantreiben, um langfristig eine hohe Wachstumsdynamik zu sichern.

Land im Umbau

China hat bereits angekündigt, unrentable Staatsfirmen zu schliessen. Fünf bis sechs Millionen Beschäftigte dürften dabei in den kommenden zwei bis drei Jahren ihre Arbeit verlieren, wie jüngst zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Betroffen sind vor allem die Kohle- und Stahlindustrie.

Chinas bisheriges Wachstumsmodell ist an seine Grenzen geraten. Herkömmliche Industriezweige leiden unter Überkapazitäten. Die neue Marschroute wurde im März festgelegt. Sie sieht einen radikalen Umabu vor. Peking soll weltweit führend werden in der Halbleiterbranche, Robotikindustrie, Flugzeugausrüstung und Satellitentechnologie.

(sda/ise/me)

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