Nach einer Reihe von Verzögerungen kann das chinesische Unternehmen HKND den Bau des Nicaraguakanals vorbereiten. Die staatliche Kanalkommission genehmigte am Donnerstag die Umwelt- und Sozialstudie der Firma. «Damit erlauben wir HKND, mit den Bauvorbereitungen zu beginnen», sagte Kommissionschef Manuel Coronel Kautz. Eigentlich hätten die Arbeiten bereits Ende vergangenen Jahres aufgenommen werden sollen.

HKND will neben der Wasserstrasse zwischen Atlantik und Pazifik zwei Häfen, einen internationalen Flughafen, Fabriken und eine Freihandelszone errichten. Unklar ist bislang noch, wie das 50 Milliarden US-Dollar schwere Projekt finanziert werden soll. Anwohner und Umweltschützer sind gegen das Vorhaben. «Vom wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkt aus ist das ein sehr positives Projekt für Nicaragua», sagte Kommissionssprecher Telémaco Talavera.

(awp/mbü)