Die chinesische Industrie ist im Juli so deutlich gewachsen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Der von der Bank HSBC erhobene Einkaufsmanagerindex kletterte nach vorläufigen Angaben von Donnerstag überraschend kräftig um 1,3 auf 52,0 Punkte. Im Juni hatte das Barometer erstmals seit Dezember wieder über der Marke von 50 Punkten gelegen, ab der es Wachstum signalisiert.

Die Zahlen zeigten, dass sich die Konjunkturhilfen der Regierung auszahlten, sagte der China-Chefvolkswirt der HSBC, Qu Hongbin. Die Regierung hatte unter anderem Ausgaben für den Ausbau des Schienennetzes und den öffentlichen Wohnungsbau vorgezogen. Hongbin rechnet damit, dass die Regierung diesen Kurs über die nächsten Monate noch beibehalten wird.

Konjunktur hat sich insgesamt abgekühlt

Die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt war im ersten Quartal mit 7,4 Prozent so langsam gewachsen war wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Im zweiten Quartal hatte es aber ein Plus von 7,5 Prozent gegeben - diesen Wert peilt die Regierung auch für das Gesamtjahr an. 2013 hatte sich Chinas Konjunktur auf ein Plus von 7,7 Prozent abgekühlt, den geringsten Zuwachs seit 1999.

Anzeige

(reuters/gku/vst)