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Abbau
Chinesische Stahlfirma streicht Zehntausende Stellen

Stahlarbeiter: Die Branche leidet unter Überkapazität. Keystone

Einer der grössten chinesischen Stahlhersteller fährt die Produktion radikal herunter: 50'000 Arbeiter müssen den Konzern verlassen. Auch anderswo in Chinas Wirtschaft werden viele Stellen gestrichen.

Veröffentlicht am 11.03.2016

Einer von Chinas grössten Stahlproduzenten plant die Streichung von 50'000 Stellen. Von den rund 80'000 Beschäftigten im Stahlsegment würden nur 30'000 behalten, sagte Konzernchef Ma Guoqiang von Wuhan Iron and Steel am Freitag.

«Vermutlich werden 40'000 bis 50'000 Menschen einen anderen Weg finden müssen, um voranzukommen» sagte Ma demnach. Mit dem massiven Stellenabbau will China die Überkapazitäten im Stahlsektor zurückführenund reagiert damit auch auf Kritik aus Europa und den USA.

Regierung hat Abbau angekündigt

China überschwemmt mit billigem Stahl den Weltmarkt und setzt damit die europäische und US-Branche unter erheblichen Druck. Überdies hat die Wirtschaft in China selbst erheblich an Fahrt verloren, was die Stahlnachfrage senkt. Ende Februar hatte die Regierung die Streichung von insgesamt 1,8 Millionen Arbeitsplätzen in der Kohle- und Stahlindustrie angekündigt.

(reuters/mbü/ama)

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