Die Schweizer fühlen sich von Corona, jedenfalls in Bezug auf ihr persönliches Budget, relativ verschont. Das ergab eine internationale Studie inklusive Umfrage der Beratungsfirma Oliver Wyman.

Demnach sind die Schweizer die zuversichtlichsten aller Befragten: Fast drei Viertel rechnen damit, dass sie ihren Konsum maximal für drei bis vier Monate umstellen werden, nur jeder zwanzigste Schweizer rechnet mit über einem Jahr – exakt dies plant aber in Frankreich und den USA jeder Achte, in Deutschland und Grossbritannien jeder Siebte, in Spanien jeder Fünfte und in Italien sogar jeder Vierte.

Begrenzte Einbussen

Das könnte damit zu tun ­haben, dass die Einbussen hierzulande ­begrenzt sind. 77 Prozent der Befragten sagten, ihr Haushaltseinkommen sei nicht gesunken, nur 21 Prozent sprachen von Rückgang: Spitzenwerte. In Spanien sagen 60 Prozent, sie hätten weniger Geld, in den anderen Ländern rund 40 Prozent.

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Das Umstellen auf Onlineshopping fiel den Schweizern leicht – sie hatten die meiste Vorerfahrung mit Online, sowohl bei Food als auch bei Non-Food.

Entspannte Deutschschweizer

Wiederum ein Gefälle zeigt sich innerhalb der Schweiz: Recht entspannt geben sich die Deutschschweizer; Romands und vor allem Tessiner befinden sich deutlich stärker im Krisenmodus – auch weil sie stärker unter sinkenden Einnahmen leiden.

Und während in der Deutschschweiz und der Romandie nur etwa jeder Sechste seine Einkäufe mehr auf Grosspackungen und Discount ausrichten will, plant dies im Tessin fast jeder Dritte.

«Covid-19: Wie i(s)st die Schweiz in der Krise?»

Die Strategieberatung Oliver Wyman-Befragung hat die Befragung unter insgesamt 9000 Konsumenten in neun Ländern durchgeführt. In der Schweiz wurden 1000 Konsumenten aus Deutschschweiz, Romandie und Tessin in der ersten Aprilwoche befragt. Mehr dazu hier.