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Einschätzung
Cyberwährungen: Die SNB fühlt sich nicht bedroht

Die Nationalbank hält die Entwicklung der Cyberwährungen wachsam im Blick. Das eigene Geld ist aus Sicht von SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg den neuen Zahlungsmitteln aber weiterhin überlegen.

Veröffentlicht am 29.10.2017

Noch sieht die Schweizerische Nationalbank ( SNB) der Fritz Zurbrügg Nachfrage nach neuen virtuellen Währungen gelassen entgegen. Kryptowährungen würden noch keine Gefahr für die Geldpolitik oder die Finanzstabilität bergen. Dies sagt SNB-Vizepräsident im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ».

«Wir verfolgen die Entwicklung aber sehr aufmerksam, auch in internationalen Gremien, zumal es sich um ein dynamisches Gebiet handelt», sagt er in der NZZ vom Samstag. Das Thema dürfe nicht unterschätzt werden. Derzeit würden aber eher Fragen des Anleger- und Konsumentenschutzes im Fokus stehen, nicht Fragen der Finanzstabilität oder der Geldpolitik.

Glaubwürdige Zentralbanken

Kryptowährungen als Parallelwährungen stehen zwar im Wettbewerb mit den von der Notenbank zur Verfügung gestellten Zahlungsmittel. Doch dass diese die Vorteile der traditionellen Währungen replizieren können, sei schwierig, so Zurbrügg. Essenziell sei die Glaubwürdigkeit einer Zentralbank, welche hinter einer Währung stehe. Zudem müsse die Währung die ihr zugedachten Funktionen erfüllen können. Sie müsse breit akzeptiert und werthaltig sein.

Das Schweizer Finanzsystem insgesamt bezeichnet Zurbrügg als solider und widerstandsfähiger als 2007, gerade mit Blick auf die Eigenkapitalausstattung der Banken. Die Regulierungen hätten dazu beigetragen. Dennoch sei es verfrüht, das Problem des «Too-big-to-fail» als vollständig gelöst zu betrachten.

(sda/mbü)

Video: So funktionieren die Internetwährungen:

 


 

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