Nach Angaben des chinesischen Autobranchenverbandes CAAM wurden 1,9 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Das ist ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und der höchste Anstieg seit dreieinhalb Jahren. Allerdings war der Absatz im Juli 2015 wegen des Börsencrashs und des langsameren Wirtschaftswachstums ungewöhnlich schwach ausgefallen. Niemand habe im Juli und August vergangenen Jahres Autos kaufen wollen, sagte Yale Zhang von der Unternehmensberatung Automotive Foresight in Shanghai.

In diesem Jahr liessen sich die Chinesen nicht zuletzt wegen der Steuererleichterung für verbrauchsschwächere Fahrzeuge wieder häufiger in die Autohäuser locken. So betrug im Mai das Absatzplus 9,8 Prozent und im Juni bereits wieder 14,6 Prozent. Insgesamt legte der Autoabsatz in den ersten sieben Monaten nach CAAM-Angaben um 9,8 Prozent zu.

Ende Jahr ist fertig

Ende des Jahres werden die Steuererleichterungen für Autos mit bis zu 1,6-Liter-Motoren voraussichtlich auslaufen. Der Volkswagen-Konzern, dessen grösster Markt China ist, erwartet dadurch im kommenden Jahr einen Absatzrückgang. Wenn die Regierung in Peking bei ihrer Entscheidung bleibe, sei mit vorgezogenen Käufen noch in diesem Jahr zu rechnen, sagte VW-China-Chef Jochem Heizmann vor einigen Tagen. Im ersten Quartal 2017 seien dann aber negative Auswirkungen zu erwarten.

Anzeige

(reuters/jfr/chb/hon)