1. Home
  2. Konjunktur
  3. Das Ende des Libor bereitet der SNB Kopfzerbrechen

Reform
Das Ende des Libor bereitet der SNB Kopfzerbrechen

Imported Image
Nationalbank: Sie sucht eine Alternative zum Libor. Keystone

Der Referenzzinssatz Libor wird abgeschafft. Die Schweizerische Nationalbank muss eine Alternative dazu suchen – das ist für die SNB ein schwieriges Unterfangen.

Das erwartete Aus für den Referenzzins Libor stellt nach Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank eine grosse Herausforderung dar. Schätzungsweise hingen Verträge mit einem Nominalwert von rund sechs Billionen Franken an dem Referenzsatz – darunter viele Hypotheken, sagte SNB-Direktor Dewet Moser am Freitag auf einer Veranstaltung laut Redetext.

«Die Dominanz des Libors und die Abhängigkeit der Märkte von ihm werden eine Umstellung schwierig machen», sagte Moser. Diese sei aber dennoch möglich, wenn sich alle Marktteilnehmer gut darauf vorbereiteten und so bald wie möglich mit der Suche nach Alternativen begännen. Denn letztlich liege das in der Verantwortung des Marktes.

SNB ist auf der Suche nach Alternativen

Die SNB selbst hatte bereits angekündigt, für ihre Geldpolitik eine Alternative zum Libor zu suchen. Bislang ist der 3-Monats-Libor ihr Referenzzins, und damit die Richtschnur ihrer Geldpolitik. Die britische Finanzmarktaufsicht will den wegen Manipulationen in Misskredit geratenen Interbanken-Zinssatz jedoch bis Ende 2021 abschaffen. Das habe zunächst keine Auswirkungen auf die Geldpolitik der SNB und ihre Fähigkeit, für Preisstabilität zu sorgen, sagte Moser.

(reuters/mbü)

Anzeige