Amerika mag nicht mehr den Lastesel für andere Länder spielen. Es konzentriert sich nun auf sich selbst. «America first» hat Regierungen aufgeschreckt. Doch ob US-Präsident Donald Trump den Paradigmenwechsel wirklich erfasst, ist unklar. Brauchen die USA einen starken oder schwachen Dollar?

Ein Knackpunkt ist sein Versprechen, Jobs für Fabrikarbeiter in strukturschwachen Regionen zu schaffen. Dafür braucht er eine wettbewerbsfähige Währung. Der starke Dollar würde Amerika «killen», meinte Trump in einem Interview. Regelmässig beklagt er sich auch über «Währungsmanipulationen» von Ländern wie China. Deren Exportüberschüsse sind ihm ein Dorn im Auge.

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Trend läuft in die falsche Richtung

Der Haken an der Sache ist, dass der Trend in die entgegengesetzte Richtung läuft. Trumps Importzölle und sein Infrastrukturprogramm dürften den Dollar eher verteuern als verbilligen. «Die USA führen den Konjunkturzyklus an», sagt Michael O'Sullivan, Anlagechef bei der Credit Suisse. «Das stärkt den Dollar.» Laut dem Ökonomen ist die Dominanz der US-Währung historisch unerreicht. Daran werde sich so rasch nichts ändern.

Doch die Stärke kann nicht ewig anhalten. «Amerika verabschiedet sich nach und nach von seinem Hegemonialstatus», beobachtet Karsten Junius, Chefökonom der Bank J. Safra Sarasin. «Möglich, dass wir an einem historischen Wendepunkt stehen. Tendenziell bewegen wir uns auf eine multipolare Welt- und Währungsordnung zu.»

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