Die besinnliche Vorweihnachtszeit ist für viele Stress pur. Denn mit ihr verbunden ist die Suche nach originellen Gaben, um die Lieben zu erfreuen. Die Marktforscher von Gfk haben Schweizerinnen und Schweizer nach ihrem Schenkverhalten befragt. Und obwohl viele kritisieren, dass die Geschenke am Fest der Liebe im Vordergrund stehen, schenken neun von zehn Schweizern an Weihnachten.

Jeder vierte der Befragten hat schon im vergangenen Monat mit den Einkäufen begonnen. Unter 30-Jährige und Männer jeden Alters beginnen aber tendenziell spät mit ihren Besorgungen für Weihnachten und haben bisher noch nichts erstanden. Frauen über 30 Jahren dagegen haben schon mit dem Einkaufen angefangen.

Online-Kauf wird beliebter

Viele gehen dabei pragmatisch ein: Statt durch die Stadt zu hetzen, kaufen die Befragten zunehmend im Internet ein. Jeder fünfte Franken wird bei Weihnachtsgeschenken online umgesetzt. Besonders beliebt sind etwa Tickets für Veranstaltungen oder Reisegutscheine.

Oft kombinieren Schweizer online und stationär. Häufig informieren sich die Konsumenten erst im Internet, bevor sie dann doch das Produkt stationär kaufen. Bestimmte Artikel werden fast ausschliesslich in den Geschäften gekauft, dazu gehören Lebensmittel, Kosmetika und Gesundheitsprodukte.

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Praktischer Dauerbrenner

Das trifft auch für das beliebteste Geschenk von Herr und Frau Schweizer zu: Gutscheine werden mehrheitlich in Geschäften erworben. Sowohl Männer als auch Frauen bedenken ihre Liebsten am häufigsten mit Gutscheinen. Weitere beliebte Geschenke sind Spielzeug, Schmuck, Kleidung oder Parfüm.

Dabei wäre ein Herzenswunsch von vielen sogar gratis zu erfüllen: Viele wünschten sich zum Fest der Liebe schlicht Zeit. Kaum einer plant aber, diesen Wunsch zu erfüllen.

Die Geschenke lassen sich die Befragten dagegen einiges kosten. Jeder zweite will dieses Jahr mehr als 300 Franken ausgeben. Das zeigt sich auch bei den Spielwaren, teuere Spielzeuge sind beliebter als auch schon, findet die Gfk in einer Studie zum Spielwaren-Markt der Schweiz.

Das wollen Mädchen und Buben

Lego ist auch dieses Jahr ein Dauerbrenner. Bei Manor sind zudem programmierbare Lego-Spielwaren, so genannte «Lego-Mindstorms», ein grosses Thema.

Die Migros sieht deutliche Unterschiede zwischen Trends für Mädchen und Buben. Besonders beliebt für Mädchen sind Artikel im Zusammenhang mit dem Disneyfilm «Frozen». Plüschtiere, Bastelzubehör, elektronische Kameras und auch traditionelle Puppen werden ebenfalls gerne gekauft.

Buben fahren auf Star Wars, Drohnen, Bahnen, ferngesteuerte Autos und Minionfiguren ab. Frozen- und Star-Wars-Artikel gehören bei Coop und Franz Carl Weber zu den Topsellern. Bei Eltern vielleicht beliebter als bei den Kindern ist elektronisches Lernspielzeug, das laut Manor ebenfalls gut nachgefragt wird.