Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Druck auf Zypern. Wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte, kann das Land nur bis kommenden Montag auf Hilfskredite der zyprischen Notenbank zählen.

Bis dahin werde das Niveau der «Emergency Liquidity Assistance» (ELA) aufrecht erhalten. Danach könne die ELA nur gewährt werden, wenn ein Hilfsprogramm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) stehe, dass die Solvenz der zyprischen Banken sicherstelle.

Die ELA ist eine Notkreditlinie im europäischen Zentralbanksystem. Es dient zur Versorgung von Banken, die in Notlagen geraten sind. Die Kreditlinie wird von der jeweiligen nationalen Notenbank zur Verfügung gestellt, muss aber von der EZB genehmigt werden. Der EZB-Rat hatte die Regelung für Zypern im Januar um zwei Monate verlängert, sie läuft also aus.

(jev/awp)