1. Home
  2. Konjunktur
  3. Den Liechtensteiner Banken fliesst viel Vermögen zu

Erfolg
Den Liechtensteiner Banken fliesst viel Vermögen zu

Das Schloss in Vaduz: Der Bankenplatz im Fürstentum wächst. Keystone

Das «Ländle» wird als Finanzplatz immer stärker: Noch nie haben die Liechtensteiner Banken so viele Vermögen verwaltet. Das Wachstum findet ausserhalb vom Fürstentum statt.

Veröffentlicht am 12.05.2017

235 Milliarden Franken: So viel verwalteten die Liechtensteiner Banken Ende letzten Jahres. Das sei ein neuer Höchststand, meldete die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein FMA. Die Zahlen verdeutlichen, dass die Geldhäuser vor allem im Ausland wachsen.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die verwalteten Vermögen der Banken um 25 Milliarden Franken, wie aus der neuen Publikation «Finanzmarkt Liechtenstein» hervorgeht. Die Vermögen lagern nicht nur in Fürstentum, sondern vor allem auf ausländischen Gruppengesellschaften der Liechtensteiner Banken.

Hoher Zufluss von Kundengeldern

Die Geldinstitute im Kleinstaat selbst verwalteten Ende letzten Jahres 137 Milliarden Franken. Der Netto-Neugeldzufluss der Banken inklusive deren ausländische Gruppengesellschaften betrug insgesamt 20 Milliarden Franken, gegenüber 8,5 Milliarden im Vorjahr. Davon flossen den Häusern im Fürstentum netto lediglich 3 Milliarden Franken zu.

Neben dem Zufluss von neuem Geld trugen laut FMA positive Marktentwicklungen bei zum Wachstum der Vermögen. Zudem seien zwischen den einzelnen Banken grössere Unterschiede beim Geldzufluss auszumachen. Branchenprimus unter den Liechtensteiner Banken ist unbestritten die Fürstenbank LGT. Allein durch die Übernahme der britischen Vermögensverwalterin Vestra Wealth flossen ihr letztes Jahr 8 Milliarden Franken zu.

Wachstum in Asien

Vor allem auf dem asiatischen Markt verfolgt die Bank der Fürstenfamilie einen Wachstumskurs. Die Liechtensteinische Landesbank und die VP Bank sind neben der LGT die anderen beiden grösseren einheimischen Geldhäuser auf dem Finanzplatz.

(sda/mbü/chb)

Anzeige