Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Februar leicht gesunken - dies nachdem sie im Januar noch deutlich gestiegen waren. Grund für den Rückgang dürften zu einem guten Teil Wechselkursveränderungen sein. Die Reserven der SNB sind überwiegend in Euro und in Dollar angelegt. Ein wichtiger Faktor für die Wertveränderungen sind daher Kursbewegungen der beiden Währungen zum Franken.

Und zwischen Ende Januar und Ende Februar hat sich der Franken gegenüber dem US-Dollar aufgewertet, was den Gegenwert der US-Anlagen in Franken drückte. Auch gegenüber dem Euro legte der Franken etwas zu. Wegen den Kursbewegungen ist aus den am Montag publizierten Zahlen nicht direkt abzulesen, inwiefern die SNB im Februar am Devisenmarkt interveniert hat. Die Zahlen können jedoch diesbezüglich Hinweise geben.

Rückgang im Dezember

Im Februar sanken die Devisenreserven auf 571,1 Milliarden Franken. Ende Januar waren es noch rund 575,0 Milliarden Franken gewesen. Der Gesamtbestand der Reserven, Gold nicht eingerechnet, erreichte Ende Februar 577,3 Milliarden Franken nach 581,5 Milliarden Franken im Vormonat, wie die SNB am Montag mitteilte.

In den vergangenen Monaten waren die Devisenreserven mehrheitlich gestiegen. Im Januar etwa war ein Plus von 16 Milliarden Franken ausgewiesen worden, im November eines von 11 Milliarden, im Oktober eines von 9,5 Milliarden. Einzig im Dezember wurde ein leichter Rückgang um knapp 3 Milliarden vermeldet.

(sda/mbü/ama)

Anzeige