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Gleichbleibend
Der Immobilienboom in China flacht etwas ab

Häuserbau in China: Die Immobilienpreise sind zuletzt stark gestiegen. Keystone

Die Häuserpreise in China steigen nicht mehr ganz so stark. In kleineren Zentren verteuern sich Immobilien aber weiter. Experten warnen vor einer Blase.

Veröffentlicht am 18.08.2017

Die Häuserpreise in Chinas Metropolen ziehen nicht mehr so stark an wie zuletzt. Insgesamt stiegen sie in den 70 grössten Städten der Volksrepublik im Juli um 9,7 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat, wie Reuters auf Basis der Daten des Statistikamtes errechnete.

Der Preisanstieg fiel damit so niedrig aus wie seit August 2016 nicht mehr. In Peking waren Eigenheime im Juli etwas günstiger zu haben als im Vormonat, während die Preise in Shanghai stagnierten. Das deutet darauf hin, dass sich der Immobilienmarkt allmählich abkühlt. Die Pekinger Führung hat eine Reihe von Massnahmen angestossen, mit der Spekulation ein Riegel vorgeschoben werden soll.

Staat wirkt als Bremser

Viele Städte versuchen den Preisanstieg bei Immobilien zu bremsen. Die Effekte zeigen sich insbesondere in den Metropolen. In den kleineren Zentren, von denen viele ebenfalls mehrere Millionen Einwohner haben, steigt die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern dagegen weiter, was auch die Preise antreibt.  «Das könnte sich als Falle erweisen», warnte Ökonom Joe Zhou vom Beratungshaus Jones Lang LaSalle. Der Boom werde nicht lange anhalten, da der Zuzug nicht stark genug sei, um die Nachfrage zu stützen.

(reuters/mbü)

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