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Der Ölpreis bleibt hoch

Benzinpreis
Steigen mit dem Ölpreis auch die Benzinpreise?Quelle: Keystone .

Die Ölpreise bleiben hoch und haben zeitweise 80 Dollar pro Barrel überschritten. Wie wirkt sich das auf den Benzinpreis aus?

Veröffentlicht am 18.05.2018

Die Ölpreise haben sich am Freitag in der Nähe ihrer am Vortag erreichten mehrjährigen Höchststände gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 79,53 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als zum Handelsschluss an Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni stieg um 12 Cent auf 71,61 Dollar.

Am Donnerstag war der Preis für Brent-Rohöl erstmals seit November 2014 über die Marke von 80 Dollar geklettert, während US-Rohöl bis zu 72,30 Dollar gekostet hatte. Rohstoffanalysten nennen gleich mehrere Preistreiber am Ölmarkt. Dazu gehören neue US-Sanktionen gegen den Iran, die stark gefallene Rohölförderung in dem Krisenstaat Venezuela sowie die anhaltende Angebotsverknappung durch das Ölkartell Opec und andere grosse Produzenten wie Russland.

«Die Nachrichtenlage und die Fundamentaldaten sprechen kurzfristig für einen weiteren Preisanstieg», kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Preistreibend wirke nach wie vor die Sorge vor einer Angebotsverknappung aufgrund der US-Sanktionen gegen das wichtige Förderland Iran.

Marktbeobachter verwiesen in diesem Zusammenhang auf jüngste Meldungen zum Ölkonzern Total . Der französische Ölmulti will sich aus einem Milliardendeal mit dem Iran zurückziehen, wenn er von den USA keine Befreiung von den angekündigten Sanktionen bekommt. Total werde dann nicht in der Lage sein, das Projekt zur Weiterentwicklung des Erdgasfeldes South Pars im Persischen Golf fortzuführen, hiess es in einer Unternehmensmitteilung.

USA fördert so viel Öl wie nie zuvor

Analysten der Bank Goldman Sachs warnen, dass selbst die steigende US-Ölförderung nicht ausreiche, um die möglichen Rückgänge der Lieferungen aus dem Iran auszugleichen. Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die US-Fördermenge in der vergangenen Woche ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Demnach wurde im Schnitt 10,72 Millionen Barrel pro Tag gefördert und damit so viel wie noch nie zuvor.

(reuters/tdr)

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