Entgegen dem Trend in der Europäischen Union ist die Zahl der Erwerbslosen in der Schweiz im ersten Quartal 2014 angestiegen. Der Anteil der Erwerbslosen erhöhte sich innert Jahresfrist gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) von 4,6 auf 4,8 Prozent.

Im ersten Quartal 2014 waren in der Schweiz 226'000 Personen erwerbslos. Das sind 11'000 mehr als ein Jahr zuvor, wie die neuste Schweizerische Arbeitskräfteerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. Als Erwerbslose gelten dabei alle nicht erwerbstätigen Personen, die in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht haben und auch verfügbar waren.

Schweiz steht im Vergleich gut da

Sowohl in der Europäischen Union als auch in der Eurozone ging die Erwerbslosenquote in den ersten drei Monaten 2014 zurück. In der EU sank die Quote dabei von 11,4 auf 11,0 Prozent. Die Zahlen zeigen aber auch, dass die Schweiz im internationalen Vergleich weiterhin sehr gut da steht.
Umgekehrt gingen im ersten Quartal in der Schweiz mit 4,836 Millionen Personen auch 1,0 Prozent mehr einer Erwerbstätigkeit nach.

Während die Zahl der Erwerbstätigen mit Schweizer Pass praktisch unverändert blieb, nahm die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen deutlich zu (+3,9 Prozent). Es handelte sich dabei laut BFS in erster Linie um Kurzaufenthalter. Die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen, die seit weniger als zwölf Monaten in der Schweiz leben, legte um 10,6 Prozent zu. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Langzeitaufenthalter sogar zurückgegangen (-2,9 Prozent).

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(me, mit Material von sda)