Bei der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau besteht in der Schweiz Nachholbedarf – dieser Schluss lässt zumindest ein Blick auf die Löhne zu: Frauen erhalten im Schnitt einen 19,3 Prozent tieferen Stundenlohn als Männer (2013).

Zwar gibt es Faktoren, welche das Lohngefälle erklären – beispielsweise arbeiten Frauen deutlich häufiger Teilzeit. Ein Teil des Unterschieds ist gemäss einer Studie der Bundesstatistiker aber nicht erklärbar  - und deutet somit auf Diskriminierung hin. Dieser Anteil betrug 2012 - heruntergerechnet auf einen Monatslohn in der Privatwirtschaft - durchschnittlich 678 Franken.

Die Schweiz gehört somit zu den europäischen Ländern mit dem grössten Lohngefälle, wie die Grafik des Datenportals Statista zeigt: In Estland, Österreich und Tschechien ist der Lohnunterschied noch grösser. Am geringsten ist der Abstand mit 2,9 Prozent übrigens in Slowenien.

(Mathias Brandt, Statista/mbü)

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