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Statistik
In der Schweiz ist der Lohngraben für Frauen tief

Statistik: Die Schweiz ist das europäische Land mit dem sechstgrössten Lohngefälle. Statista

Hierzulande verdienen Frauen im Schnitt rund ein Fünftel weniger als Männer. Damit gehört die Schweiz zu den europäischen Ländern mit dem grössten Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern.

Veröffentlicht am 08.03.2016

Bei der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau besteht in der Schweiz Nachholbedarf – dieser Schluss lässt zumindest ein Blick auf die Löhne zu: Frauen erhalten im Schnitt einen 19,3 Prozent tieferen Stundenlohn als Männer (2013).

Zwar gibt es Faktoren, welche das Lohngefälle erklären – beispielsweise arbeiten Frauen deutlich häufiger Teilzeit. Ein Teil des Unterschieds ist gemäss einer Studie der Bundesstatistiker aber nicht erklärbar  - und deutet somit auf Diskriminierung hin. Dieser Anteil betrug 2012 - heruntergerechnet auf einen Monatslohn in der Privatwirtschaft - durchschnittlich 678 Franken.

Die Schweiz gehört somit zu den europäischen Ländern mit dem grössten Lohngefälle, wie die Grafik des Datenportals Statista zeigt: In Estland, Österreich und Tschechien ist der Lohnunterschied noch grösser. Am geringsten ist der Abstand mit 2,9 Prozent übrigens in Slowenien.

(Mathias Brandt, Statista/mbü)

Handelszeitung.ch präsentiert zusammen mit dem Statistik-Portal Statista jeden Dienstag eine aktuelle Infografik aus den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Wissenschaft.

 

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