Schweizer Detailhändler haben im ersten Quartal 2015 0,8 Prozent weniger Umsatz gemacht als vor einem Jahr. Je nach Sparte lief das Geschäft aber unterschiedlich: Mit Lebensmitteln setzten die Geschäfte 0,5 Prozent mehr um, mit Non-Food-Artikeln 2,8 Prozent weniger.

Das moderate Minus verschleiere eine sich manifestierende Entwicklungsschere, schrieb das Marktforschungsinstitut GfK zu seinem am Dienstag veröffentlichten Markt Monitor. Denn die Sparten Lebensmittel und Non-Food entwickelten sich sehr unterschiedlich. In der Sparte Non-Food machten sich Preissenkungen sehr stark bemerkbar.

Der Schweizer Handel habe sehr schnell reagiert auf die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Preise zum Teil um bis ein Fünftel gesenkt, schrieb GfK. Ob die Verbilligung von Tausenden Produkten genüge, um dem Einkaufstourismus entgegenzuwirken, müsse sich zeigen.

Stärkster Verlust bei Garten-Artikel

Den stärksten Verlust gab es mit 7,3 Prozent bei Garten- und Heimwerker-Artikeln. In der Sparte Freizeit – dazu zählen zum Beispiel Sportartikel und Spielzeug – betrug der Rückgang 4,3 Prozent. Bei Kleidern, Schuhen, Accessoires und Modeschmuck war der Umsatz 3,4 Prozent tiefer.

Anzeige

In der Sparte Haushalt und Wohnen betrug der Rückgang 2,1 Prozent. Mit Unterhaltungselektronik, IT, Tonträgern, Haushaltgeräten sowie Fotozubehör schliesslich wurden 0,7 Prozent weniger umgesetzt.

Daten von mehr als 40 Händlern

In den Monitor nicht einbezogen wurden neben Treib- und Brennstoffen auch Gastronomie, Take Aways und Grosshandel, Raucherwaren, der Handel mit Motorfahrzeugen sowie Dienstleistungen. Die Daten für den Monitor stammen von mehr als 40 grossen Detailhändlern.

Im Februar – dem ersten ganzen Verkaufsmonat nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Mitte Januar – schlug der starke Franken beim Detailhandel allerdings voll durch, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) im April schrieb: Das Umsatzminus betrug im Vergleich zum Vorjahr 2,7 Prozent.

(sda/ise/ama)