Deutschlands Exporte sanken um 1,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem kalender- und saisonbereinigten Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es im September noch einen Zuwachs von 2,6 Prozent gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 106,2 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 3,3 Prozent mehr als im Oktober 2014. Dafür sorgte vor allem die starke Nachfrage aus Europa: Die Ausfuhren in die Euro-Zone wuchsen binnen Jahresfrist um 5,8 Prozent, die in die gesamte Europäische Union sogar um 6,4 Prozent. Das Geschäft mit dem Rest der Welt schrumpfte dagegen um 0,9 Prozent an. Grossen Schwellenländern wie China, Brasilien und Russland macht derzeit eine schwächere Konjunktur zu schaffen, weshalb sie weniger Waren «Made in Germany» kaufen.

Bereinigte Handelsbilanz plus 21 Milliarden

Von Januar bis Oktober wuchsen die Exporte insgesamt um 6,6 Prozent auf etwas mehr als eine Billion Euro. Der Branchenverband BGA rechnet im Gesamtjahr mit einem Plus von bis zu sechs Prozent.

Die Importe fielen im Oktober um 3,4 Prozent zum Vormonat. Die bereinigte Handelsbilanz - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - wies ein Plus von fast 21 Milliarden Euro aus.

(reuters/chb)