Die deutschen Exporteure haben im August mehr Güter als im Vormonat ausgeführt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Dienstag lagen die Ausfuhren um 1,0 Prozent höher. Damit wurde der Rückgang vom Juli in etwa ausgeglichen. Die Einfuhren erhöhten sich von Juli auf August um 0,4 Prozent. Bankvolkswirte hatten mit einem Exportzuwachs um 1,1 Prozent und einem Importplus von 0,7 Prozent gerechnet.

«Nach dem enttäuschenden Start ins dritte Quartal sieht es im August etwas besser aus – die Wirtschaft läuft auf mittlerer Temperatur», sagte Christian Schulz, Ökonom bei der Berenberg Bank. In den ersten acht Monaten des Jahres seien jedoch sowohl Exporte als auch Importe etwas schlechter gelaufen. «Besonders schwach fielen die Ausfuhren in die Euro-Zone aus, hier sehen wir die Nachwirkungen der Rezession», sagte er.

Gegenüber August 2012 sanken die Ausfuhren um 5,4 Prozent, die Einfuhren verringerten sich um 2,2 Prozent. Die Handelsbilanz wies einen Exportüberschuss von 13,1 Milliarden Euro aus. Das waren 3,2 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Fachleute erwarten moderaten Aufschwung in Deutschland

Fachleute hoffen für die grösste Euro-Volkswirtschaft auf eine deutliche Stabilisierung in den kommenden Monaten. «Wir sind in der Phase eines konjunkturellen Übergangs von einer Schwächephase zu einer Aufschwungphase», sagte Gustav Horn, Direktor des gewerkschaftsnahen Düsseldorfer Forschungsinstituts IMK, bei der Vorstellung der neuen Prognose am gestrigen Montag. Von einem Aufschwung in Deutschland dürfte die Schweizer Konjunktur profitieren: Der Nachbar im Norden ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent der mit Abstand wichtigste Abnehmer helvetischer Produkte im Ausland.

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(awp/reuters/moh)