Die Steuerfahnder aus Nordrhein Westfalen haben die Daumenschrauben bei den Schweizer Banken noch einmal angezogen. Um bei den Instituten hohe Bussen herauszuholen, versuchen sie, Bankmitarbeitern den Tatbestand der «psychologischen Beihilfe» nachzuweisen. Dafür befragen sie viele derjenigen Steuersünder, die sich mit einer Selbstanzeige von einer strafrechtlichen Verfolgung freigekauft hatten.

Rund 50 Banken befinden sich laut Recherchen der Handelszeitung inzwischen im Visier der Fahnder. Die Drohkulisse, die von NRW aufgebaut wird, hat es in sich. Informanten berichten, dass Ermittler es sogar darauf ansetzen, Geschäftsleitungsmitglieder der Banken anzuklagen. «Dann ist die Bereitschaft eine hohe Busse zu zahlen besonders hoch», so ein Informant.

Banken wollen sich zusammenschliessen

Die Banken wollen sich das nicht gefallen lassen. 10 Kantonalbanken sind laut HZ-Recherchen derzeit unter den Instituten, auf die die Fahnder zielen. Sie wollen sich zusammenschliessen, um die Regierung dazu zu bringen, den Deutschen Einhalt zu gebieten.

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