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Ermittlungen
Deutsche Fahnder nehmen Bankkader ins Visier

Steuer-CD: Auch das Bundesland NRW kaufte gestohlene Schweizer Bankdaten. Keystone

Im Steuerstreit mit der Schweiz haben deutsche Ermittler eine neue Taktik entdeckt: Sie setzen Bankkader unter Druck. Doch die Banken lassen sich dies nicht gefallen – und hoffen auf Hilfe aus Bern.

Von Laura Frommberg
am 02.09.2015

Die Steuerfahnder aus Nordrhein Westfalen haben die Daumenschrauben bei den Schweizer Banken noch einmal angezogen. Um bei den Instituten hohe Bussen herauszuholen, versuchen sie, Bankmitarbeitern den Tatbestand der «psychologischen Beihilfe» nachzuweisen. Dafür befragen sie viele derjenigen Steuersünder, die sich mit einer Selbstanzeige von einer strafrechtlichen Verfolgung freigekauft hatten.

Rund 50 Banken befinden sich laut Recherchen der Handelszeitung inzwischen im Visier der Fahnder. Die Drohkulisse, die von NRW aufgebaut wird, hat es in sich. Informanten berichten, dass Ermittler es sogar darauf ansetzen, Geschäftsleitungsmitglieder der Banken anzuklagen. «Dann ist die Bereitschaft eine hohe Busse zu zahlen besonders hoch», so ein Informant.

Banken wollen sich zusammenschliessen

Die Banken wollen sich das nicht gefallen lassen. 10 Kantonalbanken sind laut HZ-Recherchen derzeit unter den Instituten, auf die die Fahnder zielen. Sie wollen sich zusammenschliessen, um die Regierung dazu zu bringen, den Deutschen Einhalt zu gebieten.

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