Das deutsche Industrie hat im März den zweiten Monat in Folge Umsatzeinbussen erlitten. Das Verarbeitende Gewerbe nahm 1,0 Prozent weniger ein als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Das war der kräftigste Rückgang seit August 2014. Bereits im Februar hatte es einen Rückgang von 0,8 Prozent gegeben. Während der Umsatz auf dem Heimatmarkt nur um 0,1 Prozent schrumpfte, ging das Auslandsgeschäft um 1,9 Prozent zurück.

Metallerzeuger schwach

In den wichtigsten Wirtschaftszweigen fielen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. Die Metallerzeuger meldeten mit drei Prozent die grössten Einbussen. Dagegen wuchsen die Einnahmen der Produzenten von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 3,5 Prozent.

Die Serie schwacher Industriedaten setzt sich damit fort: Die Produktion war im März um 0,8 Prozent gefallen, während die Aufträge schwächer als erwartet zulegten. Experten machen dafür vor allem die Flaute in grossen Schwellenländern wie Russland und Brasilien verantwortlich. Sie gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft von Januar bis März nur noch um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen ist, nach 0,7 Prozent Ende 2014. Das Statistikamt veröffentlicht am Mittwoch seine erste Schätzung.

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(reuters/dbe/ama)