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Rückgang
Deutsche Industrie startet schwach ins Halbjahr

Stahlwerk: Deutsche Industrie schwächelt im Juli. Keystone

Die Industrie in Deutschland erleidet nach einem guten ersten Semester einen Schwächeanfall. Im Juli sind die Aufträge überraschend stark geschrumpft. Vor allem ein Land bestellte weniger.

Veröffentlicht am 04.09.2015

Die deutsche Industrie startet wegen der schrumpfenden Nachfrage aus dem Ausland überraschend schlecht ins zweite Halbjahr. Die Aufträge schrumpften im Ferienmonat Juli um 1,4 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Das ist das grösste Minus seit einem halben Jahr.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang von 0,6 Prozent erwartet, nachdem es im Juni noch ein Plus von 1,8 Prozent gegeben hatte. «Trotz des aktuellen Rückgangs bleiben die Auftragseingänge in der Tendenz deutlich aufwärtsgerichtet», erklärte das Ministerium. «Insgesamt sprechen diese Daten für eine weiter leicht aufwärtsgerichtete Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe.»

Weniger Nachfrage aus China

Die Bestellungen aus dem Ausland nahmen mit 5,2 Prozent so stark ab wie seit einem knappen Jahr nicht mehr. Grund dafür war die stark gesunkene Nachfrage aus den Ländern ausserhalb der Euro-Zone, wozu beispielsweise das mit Börsenturbulenzen und einer schwächeren Konjunktur kämpfende China gehört: Die Bestellungen brachen um 9,5 Prozent ein, während die aus den Euro-Ländern um 2,2 Prozent zunahm. Die Aufträge aus dem Inland legten sogar um 4,1 Prozent zu.

Die Bestellungen von Investitionsgütern wie Maschinen und Anlagen nahm 1,6 Prozent ab, die von Konsumgütern gab um 6,3 Prozent nach. Die Nachfrage nach Vorleistungen wie Chemikalien fiel um 0,2 Prozent. 

(reuters/dbe/hon)

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