In Deutschland hat sich die Inflation im März den dritten Monat in Folge abgeschwächt. Die Teuerungsrate ist von 1,2 Prozent im Vormonat auf 1,0 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden nach einer zweiten Schätzung mit und bestätigte damit eine erste Veröffentlichung. Volkswirte hatten dies erwartet. Die Teuerung ist damit so gering wie seit August 2010 nicht mehr. Im Januar hatte die Jahresrate noch bei 1,3 Prozent gelegen, nach 1,4 Prozent im Dezember.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im März um 0,3 Prozent. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit auch in dieser Abgrenzung seine vorläufigen Ergebnisse. Volkswirte hatten dies ebenfalls erwartet. Die vergleichsweise niedrige Inflationsrate erklärte das Bundesamt wie bereits in den Vormonaten auch mit sinkenden Preisen bei Mineralölprodukten. Diese hätten sich im Jahresvergleich um 4,2 Prozent verbilligt. Dagegen seien die März-Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent höher ausgefallen. Im Vergleich zu den Vormonaten habe sich der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln jedoch merklich abgeschwächt, hiess es. Im Einzelnen verteuerten sich Molkereiprodukte, Speisefette, Obst sowie Fisch.

Inflation deutlich unter dem Zielwert der EZB

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag laut Bundesamt im März 0,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Damit liegt die Inflation deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB sieht in der Eurozone die Preisstabilität bei einer deutlich höheren Inflationsrate von knapp zwei Prozent als gewährleistet an. Im Vergleich zum Vormonat sei der HVPI im März um 0,3 Prozent gestiegen. Auch bei den HVPI-Daten bestätigte das Bundesamt wie erwartet die erste Schätzung.

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(awp/me/sim)