54 Prozent der Deutschen haben Sehnsucht nach der D-Mark - dieses Ergebnis brachte eine Umfrage des Forsa-Instituts hervor. «In Ostdeutschland sind es sogar 67 Prozent», berichtete das Magazin «Stern», das die Umfrage in Auftrag gegeben hatte.

Der Wunsch nach der D-Mark, die der heute kriselnden Einheitswährung Euro weichen musste, sei laut Ergebnis umso grösser, je niedriger der Bildungsstand sei. Allerdings wüssten die Bundesbürger die Vorteiles des Euro durchaus zu schätzen: «Lediglich 43 Prozent der Befragten sagen, dass es Deutschland heute wirtschaftlich besser gehen würde», so der «Stern» weiter.

Für Euro-Freunde ein Trost: Bei einer im Dezember 2006 durchgeführten Umfrage wünschten sich sogar 58 Prozent die D-Mark zurück. «Es sind offenbar vorallem nostalgische Gründe, die für die D-Mark sprechen.»

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Ohnehin werden die aktuellen Diskussionen um die Eurokrise im nördlichen Nachbarland sehr unterschiedlich interpretiert: Altkanzler Helmut Schmidt hält in einem Interview mit dem «ZEITmagazin» eine Währungsreform für «absolut dummes Zeug» - für die Panik seien die Medien verantwortlich.

«Die bisherigen Ermahnungen, Ratschläge und herablassenden Belehrungen seitens anderer Mitglieder der Europäischen Union haben in Griechenland eine Depression ausgelöst», so Schmidt, «ich scheue mich deshalb, den Griechen vorzuwerfen, dass sie nicht ganz so viel gespart haben, wie alle anderen fordern.»

(vst/rcv)