Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal trotz eskalierender Griechenland-Krise und Streikwelle leicht an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 0,4 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt mit 0,5 Prozent gerechnet, nachdem es zu Jahresbeginn 0,3 Prozent waren. Garant für den Aufschwung war der private Konsum. Auch der Aussenhandel trug zum Wachstum bei: Die Exporte wuchsen schneller als die Importe. Dagegen bremsten die Investitionen.

Verunsicherung wegen Griechenland

Die erst in letzter Minute abgewendete Staatspleite Griechenlands verunsicherte Unternehmer wie Verbraucher, während ein Rekordstreik bei der Deutschen Bahn sowie Arbeitskämpfe bei der Deutschen Post, der Lufthansa und in Kitas die Sorge vor einem Konjunkturdämpfer schürten.

(reuters/dbe/ama)