Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni um 49'000 auf 2,833 Millionen gesunken. Das sind 32'000 weniger als vor einem Jahr. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte, ging die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Mai um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent zurück.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: «Zum Ende der Frühjahrsbelebung im Juni ist die Zahl der arbeitslosen Menschen weiter zurückgegangen, als Spätfolge des milden Winters aber etwas schwächer als üblich.»

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juni um 9000 auf 2,916 Millionen gestiegen. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl nahm im Westen Deutschlands um 7000 und im Osten um 2000 zu.

Anzeige

Arbeitslosigkeit im Euroraum tief wie lange nicht mehr

Die anziehende Konjunktur in der Euro-Zone schlägt sich immer mehr auf dem Arbeitsmarkt nieder. Im Mai sank die Zahl der Arbeitslosen den achten Monat in Folge und fiel auf den tiefsten Stand seit September 2012, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Rund 18,55 Millionen Männer und Frauen waren offiziell auf Jobsuche. Dies sind 28.000 Arbeitslose weniger als im April und 636'000 weniger als vor einem Jahr.

Grosses Gefälle

Dennoch bleibt die Arbeitslosenquote unverändert hoch bei 11,6 Prozent. Gross ist auch nach wie vor das Gefälle in der Währungsunion. In Österreich (4,7 Prozent), Deutschland (5,1) und Malta (5,7) ist die Arbeitslosenquote am niedrigsten, in den Krisenländern Griechenland (26,8 im März) und Spanien (25,1) am höchsten. Besonders stark verbreitet ist die Arbeitslosigkeit bei jungen Frauen und Männern. 3,36 Millionen Jugendliche unter 25 Jahren haben keinen Job. Das sind zwar 205'000 weniger als vor Jahresfrist, entspricht aber einer Quote von 23,3 Prozent. In Griechenland und Spanien findet jeweils mehr als jeder zweite Jugendliche keine Arbeit, in Deutschland liegt diese Quote bei 7,8 Prozent und in Österreich bei 8,9 Prozent.

(awp/reuters/chb)