Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal vor allem dank eines robusten Aussenhandels gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt Destatis mitteilte, lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Oktober bis Dezember 0,4 Prozent höher als im dritten Quartal.

Eine erste Schätzung von Mitte Februar wurde damit bestätigt. Nach einer Stagnation zum Jahresbeginn 2013 war das BIP im zweiten Quartal um 0,7 Prozent und im dritten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr 2013 bestätigte Destatis ebenfalls seine Erstschätzung von plus 0,4 Prozent.

Stagnierter Konsum

Positive Akzente setzte zum Jahresende der Aussenhandel. Die Exporte stiegen um 2,6 Prozent, die Importe um 0,6 Prozent. Der Exportüberschuss war damit der grösste Wachstumstreiber. Im Inland stützten lediglich die Anlageinvestitionen der Unternehmen.

In Ausrüstungen und Bauten wurden jeweils 1,4 Prozent mehr investiert als im dritten Quartal. Der Konsum des Staates stagnierte indes, der Verbrauch der privaten Haushalte ging sogar leicht zurück. Für deutliche Belastung sorgte ein spürbarer Lagerabbau der Unternehmen.

Kleiner Überschuss

Dem deutschen Staat ist es 2013 zum zweiten Mal in Folge gelungen, einen kleinen Haushaltsüberschuss zu erzielen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts Destatis lag der Einnahmeüberschuss von Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen bei 0,3 Milliarden Euro.

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Bezogen auf die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) des selben Jahres ergibt sich eine Defizitquote von null Prozent. Diese Quote ist für die europaweite Überwachung der nationalen Staatshaushalte relevant.

 

(sda/awp/dbe)