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Statistik
Deutschland wirft den Exportmotor an

Fabrik von deutschem Maschinenbauer: Das Land exportiert mehr. Keystone

Deutschlands Wirtschaft hat zu Jahresbeginn deutlich mehr ins Ausland verkauft. Besonders ausserhalb von Europa waren die Produkte «Made in Germany» gefragt.

Veröffentlicht am 10.03.2017

Die deutschen Exporteure sind wegen der starken Nachfrage aus Übersee besser als erwartet ins Jahr gestartet. Ihre Ausfuhren stiegen im Januar um 2,7 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von knapp zwei Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch einen Rückgang um 2,8 Prozent gegeben hatte.

Die Exporte summierten sich auf 98,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2016 entspricht. Dabei wuchs das Geschäft mit den EU-Ländern um 8,0 Prozent, während das mit dem Rest der Welt mit 17,7 Prozent mehr als doppelt so stark zulegte.

Es bleiben Risiken

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hält für das Gesamtjahr 2017 ein Exportplus von drei Prozent für möglich. Die Weltkonjunktur hat sich zuletzt deutlich belebt. Es bleiben aber Risiken wie eine mögliche Abschottung des US-Marktes unter dem neuen Präsidenten Donald Trump und die Folgen eines EU-Austritts Grossbritanniens.

Die Importe wuchsen im Januar um überraschend kräftige 3,0 Prozent zum Vormonat und damit zum vierten Mal in Folge. Die Handelsbilanz wies saisonbereinigt einen Überschuss von 18,5 Milliarden Euro auf.

(reuters/mbü)

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