Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im März gestiegen. Wie die SNB auf ihrer Homepage mitteilte, nahm der Bestand um rund 8,3 Milliarden Franken zu auf nunmehr 438,3 Milliarden per Ende Monat.

Der Februar-Wert wurde auf 430,0 von 427,7 Milliarden revidiert. Der Gesamtbestand an Reserven (exkl. Gold) lag Ende März bei 445,4 Milliarden, per Ende des Vormonates waren es revidiert 437,2 Milliarden gewesen.

Der Anstieg ist wohl primär auf Wertveränderungen den Bestandesgrössen in der SNB-Bilanz zurückzuführen, erklärte Daniel Kalt, UBS-Chefökonom Schweiz, im Videointerview mit AWP. So hätten sich zuletzt der amerikanische, der australische sowie der kanadische Dollar gegenüber dem Franken aufgewertet. Auch Berwertungsveränderungen in den Aktien und Anleihen kommen laut Kalt in Frage. Interventionen zur Verteidigung der Euro-Untergrenze stünden indes kaum hinter diesem Anstieg, so der UBS-Ökonom.

Der UBS-Ökonom hält es indes für wahrscheinlich, dass die SNB den Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro noch auf absehbare Zeit aufrechterhalten muss, und sie nicht, wie von verschiedenen Experten kolportiert, bald aufheben kann. «Die Eurokrise ist noch nicht überwunden», betonte Kalt mit Verweis auf die jüngsten Entwicklungen rund um Zypern und Italien.

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Auch eine Zuspitzung des Korea-Konflikts könnte den Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken wieder akzentuieren, meinte Kalt. Die erste Rolle als «sicherer Hafen» würde aber in einem solchen Fall definitiv dem US-Dollar zukommen.

(muv/aho/awp)