Ein Blick in die Statistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zeigt, mit welchen Offshore-Zentren die hiesigen Geschäftsbanken am intensivsten zusammenarbeiten. Die Institute weisen gegenüber der SNB jährlich aus, in welchen Staaten ihre Kunden ihr Domizil angemeldet haben.

So verwalteten die Schweizer Institute 2011 insgesamt 79,5 Milliarden Franken von Kunden, die auf den karibischen Westindies angemeldet sind. Damit ist das britische Überseegebiet, zu dem unter anderem Anguilla, Britische Jungferninseln, Montserrat und St. Christopher gehören, das beliebteste Offshore-Zentrum der Schweizer Banker.

Auf Platz zwei folgt Panama, das sich in den letzten zehn Jahren zum Shootingstar entwickelt hat. An Bedeutung verloren hat Guernsey – die britische Kanalinsel steht unter Druck von Englands Steuerkommissären.

Einen Grossteil der Steuervermeidung können Bankkunden heute völlig legal abwickeln. Dies etwa, indem sie all ihre Gewinne in einer Firma auf einer Karibikinsel verbuchen, die dann dort kaum Steuernzahlt. Das Firmenkonto wird aber in der Schweiz geführt.

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