Gute Konjunkturdaten haben die US-Börsen zum Wochenschluss beflügelt. Die Stimmung der US-Konsumenten hellte sich überraschend deutlich auf und ist so gut wie zuletzt im Juli 2007. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Mai auf 83,7 von 76,4 Punkten im Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Wert von 78,0 gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Schluss um 0,8 Prozent auf 15'354 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15'234 und 15'357 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um ein Prozent auf 1666 Zähler vor.

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Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um ein Prozent auf 3499 Punkte zu. Im Wochenvergleich erhöhte sich der Dow um 1,6 Prozent, der S&P um zwei Prozent und der Nasdaq um 1,8 Prozent.

Am Donnerstag war der S&P um 0,5 Prozent gefallen und damit so stark wie seit Anfang Mai nicht mehr. Für diesen Ausverkauf hatten Aussagen des Präsidenten der Fed von San Francisco, John Williams, gesorgt, der davon sprach, dass die Notenbank bereits im Sommer ihr Anleihe-Aufkaufprogramm einstellen könnte.

Gewinneinbruch bei Dell

Bei den Einzelwerten stand der Computerbauer Dell im Fokus. Mitten in der Übernahmeschlacht wartete der Konzern mit einem Gewinneinbruch im ersten Quartal um mehr als drei Viertel auf und lieferte damit neuen Zündstoff in der Debatte über die beste Zukunftsstrategie. Die Aktie liess moderate 0,2 Prozent Federn.

Deutlicher traf es Einzelhändler J.C. Penney. Der Konzern überraschte erneut negativ mit einem deutlichen Quartalsverlust. Die Aktie fiel um mehr als vier Prozent.

Aruba brachen 26 Prozent ein. Der Quartalsgewinn des Netzwerk-Ausrüsters war wegen der harten Konkurrenz durch Cisco deutlich hinter den Markterwartungen zurückgeblieben.

Auf den Einkaufslisten standen General Motors. Die Anteilsscheine der Opel-Mutter verteuerten sich um 3,2 Prozent, nachdem ein Brokerhaus die Aktie hochgestuft hatte.

Ein erfolgreiches Börsendebüt feierten die Aktien von Tableau Software. Die Dividendenpapiere des Herstellers von Analyse-Software sprangen an ihrem ersten Handelstag 64 Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2143 Werte legten zu, 800 gaben nach und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1711 im Plus, 752 im Minus und 109 unverändert.

(chb/sda)