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Wettstreit
Die Euro-Zone wächst genauso stark wie die USA

VW-Produktion in Deutschland: Die Euro-Wirtschaft ist in Form. Keystone

Die Euro-Zone ist nicht mehr eine Bremse für die Weltwirtschaft – im zweiten Quartal fällt das Wachstum im Währungsraum genauso stark aus wie in den USA.

Veröffentlicht am 16.08.2017

Die Euro-Zone hat im Frühjahr beim Wirtschaftswachstum mit den USA Schritt gehalten. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm im zweiten Quartal um 0,6 Prozent zu, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt.

Im ersten Quartal war das Plus in den 19 Staaten der Währungsunion mit 0,5 Prozent noch einen Tick niedriger ausgefallen. Die Zahlen belegen, dass der Konjunkturmotor in dem lange Zeit wirtschaftlich angeschlagenen Euro-Raum mittlerweile rund läuft. Das Wachstum ist nun genauso kräftig wie in den USA.

Deutschland im Mittelfeld

Besonders stark legte es in den Niederlanden (1,5 Prozent) und in Lettland (1,3 Prozent) zu. Deutschland liegt mit 0,6 Prozent im Mittelfeld, während Spanien, Österreich und Zypern mit jeweils 0,9 Prozent überdurchschnittlich wuchsen.

EZB-Chef Mario Draghi hat angesichts der breiten Konjunkturerholung im Währungsraum für den Herbst eine Diskussion in Aussicht gestellt, um über die Zukunft der von der Zentralbank ausgelösten Geldflut zu beraten. Die EZB hat bereits Wertpapiere im Volumen von mehr als zwei Billionen Euro erworben, um die Konjunktur zu stützen und die nach ihrem Geschmack zu niedrige Inflation anzuheizen.

(sda/mbü/jfr)

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