Finanzanalysten sehen immer schwärzer für Schweizer Wirtschaft: Im Oktober beurteilten sie die Aussichten für die Schweizer Konjunktur mit -30,7 Punkten klar negativ, wie die monatliche Befragung der Credit Suisse und des deutschen Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ergab.

Das ist eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vormonat, als der ZEW-Indikator bei -7,7 Zählern stand, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Credit Suisse-ZEW-Finanzmarktreport Schweiz hervorgeht. Letztmals leicht positiv war der Indikator im August mit +2,5 Zählern.

Eurozone als schwach eingeschätzt

Der deutliche Rückgang um 23,0 Punkte im Vergleich zum September spiegle Befürchtungen einer Ansteckung der Schweizer Konjunktur durch die Eurozone wider, hiess es. Die konjunkturelle Situation in der Eurozone wird von der Mehrheit der befragten Finanzanalysten mit -64,9 Punkten als schlecht eingeschätzt.

Demgegenüber schätzen die Finanzanalysten die Schweizer Konjunktur bislang nicht als schlecht ein. Der Wert blieb gegenüber dem Vormonat unverändert bei +25,6 Punkten. Allerdings habe sich der Ausblick dramatisch eingetrübt, hiess es. Bergab geht es mit der Exportwirtschaft, deren Ausblick sich mit -21,6 Punkten weiter verschlechtert hat (-8,1 Punkte gegenüber dem Vormonat).

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 (sda/ise/ama)