Trotz der anhaltend niedrigen Inflation hält die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum bei 0,25 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt, wie die Notenbank mitteilte.

Im Februar verharrte die Jahresteuerung im Euroraum wie in den beiden Vormonaten bei 0,8 Prozent. Der Wert liegt deutlich unterhalb der Zielmarke der EZB von knapp unter zwei Prozent. Das hatte die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinssenkung steigen lassen.

Prognose gesenkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte ihr Preisziel auch auf Sicht von rund zwei Jahren nur schwer erreichen. Wie EZB-Chef Mario Draghi in Frankfurt sagte, rechnet die Notenbank für das Jahr 2016 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,5 Prozent. Im Schlussquartal 2016 wird eine Rate von 1,7 Prozent erwartet. Beide Werte liegen unter dem Ziel der EZB von knapp zwei Prozent.

Für die Jahre 2014 wurde die Inflationsprognose, die vom Mitarbeiterstab der EZB erstellt wird, nach unten gesetzt. In laufenden Jahr dürften die Verbraucherpreise um durchschnittlich 1,0 Prozent steigen. Das sind 0,1 Punkte weniger als bei der letzten Prognose im Dezember 2013. Im kommenden Jahr dürfte sich die Inflation wie bisher erwartet auf 1,3 Prozent beschleunigen.

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Die konjunkturelle Entwicklung bewertet die EZB geringfügig zuversichtlicher. 2014 dürfte die Wirtschaft des Euroraums um 1,2 Prozent wachsen, nachdem bisher von einem Zuwachs um 1,1 Prozent ausgegangen worden war. Für 2015 rechnet die Notenbank unverändert mit einem Wachstum um 1,5 Prozent. 2016 dürfte es sich auf 1,8 Prozent beschleunigen.

(awp/me)