Die Finanzierungssituation der Schweizer Pensionskassen hat sich im dritten Quartal 2015 verschlechtert. Hauptgrund sind laut dem Pensionskassen-Monitor von Swisscanto Einbussen auf Anlagen in ausländischen Aktien und in Fremdwährungs-Obligationen.

Weiter hätten die Unsicherheiten an den Finanzmärkten etwa wegen der Abkühlung in China und dem Abgas-Skandal bei VW auch den inländischen Aktienmarkt belastet, schreibt die auf Anlagefonds und das Vorsorgegeschäft spezialisierte Tochter der Zürcher Kantonalbank (ZKB) im Communiqué vom Montag.

Die Rendite ist bislang klar negativ

In den ersten neun Monaten 2015 verbuchten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen laut der Schätzung eine vermögensgewichtete (Negativ-) Rendite von -2,0 Prozent. Errechnet wurde dies auf Grundlage der effektiven Angaben per Ende 2014 von 437 Vorsorgeeinrichtungen.

Der Deckungsgrad der privat-rechtlichen Pensionskassen sank demnach gegenüber dem zweiten Quartal von 110,8 auf 108,9 Prozent. Ende 2014 hatten die Wertschwankungsreserven sogar noch 113,6 Prozent betragen.

Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung verschlechterte sich der Deckungsgrad gegenüber dem Vorquartal von 100,7 auf 98,9 Prozent. Per 30. September befanden sich 36 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung in Unterdeckung.

(sda/mbü/ama)

 

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