Seit Mitte Januar ist für Schweizer Exportfirmen alles anders. Die für sie wichtigste Währung hat keinen fixen Kurs mehr, brach innerhalb von Stunden um 20 Prozent ein und pendelt sich seither auf einem tiefen Niveau ein.

«Die Beratungsanfragen sind bei uns nach dem Entscheid der Nationalbank sprunghaft gestiegen», sagt Alberto Silini vom Exportförderer Switzerland Global Enterprise (S-GE, früher Osec). Bislang nicht exportierende Zulieferer von grösseren Schweizer Unternehmen, die ihren eigenen Kostendruck an die inländischen Zulieferer weitergäben, wollten nun selbst ins Exportgeschäft. «Sie versuchen, ihre Abhängigkeit von einzelnen inländischen Kunden zu verringern.»

Wegweiser für Schweizer Exporteure

Um Schweizer Firmen zu zeigen, in welchen Exportmärkten sie in den kommenden Jahren währungsseitig überschaubare Risiken antreffen und gleichzeitig von einem hohen Wirtschaftswachstum profitieren, hat S-GE zusammen mit der Credit Suisse ein Länder-Ranking erarbeitet (siehe Bildstrecke). Abgedeckt wird eine Reihe grosser Volkswirtschaften. «Wachstums- und Währungsprognosen sind natürlich keine exakte Wissenschaft», sagt CS-Ökonom Lukas Gehrig. «Aber das Ranking kann den Schweizer Exporteuren als Wegweiser dienen.»

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Berater Silini ergänzt: «Die Übersicht zeigt, dass Europa als Exportmarkt für die Schweiz keineswegs tot ist. Es gibt nicht nur in Asien interessante Märkte, sondern nach wie vor auch in Europa – zum Beispiel in Skandinavien oder Grossbritannien.»

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