Was macht ihnen in der jetzigen Situation am meisten Sorgen?
Das grösste Risiko ist, dass wir eine grosse Konkurswelle von Unternehmen erleben könnten, die eigentlich gesund sind, die aber unverschuldet durch einen aussergewöhnlichen Schock getroffen werden. Die Kosten bei den Unternehmen bestehen weiter, die Einnahmen fallen jedoch weg. Das ist das Aussergewöhnliche. Dies hat man in dieser Art in der Finanzkrise und Rezessionen bisher nicht gehabt. Die Liquiditätslage von vielen Unternehmen ist betroffen. Es ist eine vollkommen ungewöhnliche Situation. Man kann daher auch nur beschränkt etwas aus der Vergangenheit lernen.

Welche Sektoren sind in der Schweiz am stärksten gefährdet?
Offensichtlich ist dies der Tourismus im weiteren Sinne. Reisen, Veranstaltungen, Fluggesellschaften sind natürlich unmittelbar sehr stark betroffen. Wenn es länger geht, gibt es andere Bereiche der Wirtschaft, wo die Nachfrage auch einbricht. Zum Beispiel Investitionsgüter, die in der Schweiz produziert werden. Momentan wird kaum investiert. Wenn dies lange anhält, gibt es ein substantielles gesamtwirtschaftliches Problem.